Jugendarbeit Astrozeltlager Wittfeitzen

Es war mal wieder soweit. 130 Kinder und Jugendliche waren wieder im Zeltlager in Groß Wittfeitzen.

Das Jugendzeltlager ist kurz nach dem 2. Weltkrieg gegründet wurden, um jungen Leuten einen Urlaub nach den Kriegsjahren zu ermöglichen, und besteht seit dieser Zeit.

Das Gelände gehört der Gemeinde Curslack, und es finden sich jedes Jahr Jugendliche aus vielen Gemeinden aus Hamburg für drei Wochen ein.


Wir waren letztes Jahr schon mit 2 Mann vor Ort, und da es viel Spaß gemacht hatte, waren wir diesmal zu viert im Zeltlager.


Jürgen Prahl, Oliver Rensch, Sven Aust und ich trafen uns am Wirtschaftsgebäude des Zeltlagers gegen 18.00 Uhr und stellten uns den anwesenden Jugendleitern vor.

Nach einem kleinen Klönschnack schauten wir uns das Zeltdorf an.

Jede Gemeinde hat ein kleines Zeltdorf für sich mit großem Schild Ihrer Gemeinde am Dorfeingang. Als wir gerade über den Platz gingen, war Abendbrotzeit und die

Kiddis machten ganz schön viel Lärm. Sehr ungewöhnlich war das Tischgebet, was mit einem lauten Halleluja und irgendwas mit "Leck mich am Arsch" folgte.

Muss mich mal erkundigen, was es damit auf sich hat.

Ich hatte noch Frikis mit Nudelsalat von zu Hause mitgebracht, die wir am Abendbrottisch bei den Jugendleitern zu uns nahmen.


Gegen 20:00 Uhr bauten wir unsere Geräte ca. 1km vom Zeltplatz an dem Friedhof von Wittfeitzen auf. Olli meinte, dies hatte etwas leicht morbides und Ähnlichkeit mit Bergedorf.

Insgesamt waren fünf Teleskope aufgebaut. Darunter Jürgens ETX 90, das Jugendgruppen Intes, das bei Olli immer im Einsatz ist. Sven hatte aufgefahren mit seinem 10 Zoll Dobson

und einem Refraktor auf EQ5. Mein 12 Ender war auch mit von der Partie.


Gegen 22:00 Uhr kam die erste Kindergruppe mit Betreuern, und es konnte losgehen. Insgesamt waren die Kinder in fünf Gruppen aufgeteilt, die im fliegenden Wechsel

am Beobachtungsort eintrafen.


Sven hatte bei den einzelnen Gruppen immer eine kleine Himmelskunde zur Einleitung gemacht, und anschließend ging es an die Teleskope. Der grüne Laser war sehr beliebt ;-)

Wir hatten viel zu zeigen und zu erklären. Jeder hatte immer eine kleine Schlange am Teleskop, und die Begeisterung aller war groß.


Jupiter war für viele das Highlight am Abend. Es wurden auch einige ausgesuchte Deepsky Objekte wie M13, M57, M31, die Standartkerzen eben gezeigt.

Erstaunlich waren die Wissensstände einiger Kiddis, die mal so eben Fragen, von Jugengruppenleitern gestellt, locker beantworten konnten, wo Olli nix mehr hinzufügen brauchte.


Die Kinder waren so gegen 0:30 Uhr wieder im Zeltlager, und es blieben noch einige Erwachsene bis ca. halb drei.


Fazit: Für alle Beteiligten eine klasse Veranstaltung mit einem grandiosen dunklen Himmel, der die dunklen Gebiete der Milchstrassenebene deutlich zeigt.

Bis nächstes Jahr in der Göhrde.  Fotos: Oliver Rensch und Sven Aust

Samstag, 25.Juli 2009